Newsletter: Klavierspielen als Prophylaxe gegen DemenzerkrankungenNewsletter:

Gehirnjogging durch Klavierspielen

Klavierspielen fördert die geistige Stimulation und Neuroplastizität, reduziert Stress und Depressionen, und stärkt soziale Bindungen. Diese Faktoren tragen zusammen dazu bei, das Risiko einer Demenzerkrankung signifikant zu senken. Studien belegen, dass musikalisches Training die kognitiven Fähigkeiten verbessert und das Demenzrisiko um bis zu 50 % verringern kann.

Das Spielen eines Musikinstruments, insbesondere des Klaviers, kann eine wirksame Prophylaxe gegen Demenzerkrankungen sein. An der Universität Zürich lernen 70-Jährige Klavierspielen, obwohl sie zuvor keine musikalischen Erfahrungen hatten. Forscher sind der Ansicht, dass das Erlernen eines Instruments im hohen Alter das beste Gehirntraining ist. Die Teilnehmer üben regelmäßig, während ihre Gehirnaktivität gemessen wird

Beim Klavierspielen werden zahlreiche Gehirnregionen gleichzeitig aktiviert. Die Kontrolle der Hände, das Verarbeiten des Gehörten, Gedächtnisstrukturen und die Planung von Bewegungen sind beteiligt. Diese intensive Aktivität kann mit einem „Gewitter im Gehirn“ verglichen werden, da viele Hirnregionen gleichzeitig und intensiv arbeiten.

Bereits nach einer Woche regelmäßigen Klavierspielens zeigen sich messbare Veränderungen im Gehirn. Die Effizienz der Gehirnareale, die für die Handbewegungen zuständig sind, verbessert sich. Studien belegen zudem, dass musizierende Personen besser gegen Altersdemenz geschützt sind als solche, die beispielsweise lesen zu ihre Hobbys zählen.

Der Schlüssel liegt nicht nur in der Aktivität selbst, sondern auch in deren Anspruch. Beim Spielen neuer Stücke wird der Stirnlappen des Gehirns stimuliert, der für Planung und Strukturierung verantwortlich ist. Viele Tätigkeiten, die ältere Menschen häufig ausüben, wie das Lösen von Kreuzworträtseln, sind stark automatisiert und bieten nicht die gleiche geistige Herausforderung wie das Musizieren.

Es ist wichtig, dass ältere Menschen ermutigt werden, neue und anspruchsvolle Tätigkeiten zu erlernen. Dies hält das Gehirn aktiv und jung. Neue, unbekannte Informationen bringen das Gehirn auf Hochtouren und stimulieren genau die Hirnregionen, die im Alter am stärksten vom Abbau bedroht sind.

Musik ist hochkomplex und erfordert genaue Überlegungen zu Fingersätzen und Phrasierungen, was zu einem „Feuerwerk im Gehirn“ führt. Dies trainiert nicht nur das Gehirn, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und das Verfolgen langfristiger Ziele. Laut Experten wie Eckart Altenmüller, Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin an der Musikhochschule Hannover, sind dies Fähigkeiten, die auch im Berufsleben sehr geschätzt werden.

Hans Günther Bastian, Professor für Musikpädagogik in Frankfurt am Main, beobachtete über sechs Jahre hinweg musizierende Grundschüler. Die Ergebnisse seiner Studien zeigen, dass musikalisch begabte Kinder in der Regel auch sehr intelligent sind. Musik- und Instrumentalunterricht sowie das Ensemblespiel verbessern zudem die soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, emotionale Stabilität und Reflexionsfähigkeit.

Zusammengefasst zeigt sich, dass das Klavierspielen und Musizieren im Allgemeinen nicht nur eine Bereicherung für das kulturelle und soziale Leben darstellt, sondern auch eine wertvolle Maßnahme zur Prophylaxe gegen Demenzerkrankungen ist. Regelmäßiges Üben und das Erlernen neuer Stücke fördern die geistige Gesundheit und tragen zur langfristigen Erhaltung kognitiver Fähigkeiten bei.

Quelle: http://www.ephesia-grammata.com/2015/09/13/mein-erster-beitrag/


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